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Japan Tagebuch - Tokyo #4


Freitag: Shibuya und Shinjuku - Big in Japan

Erstmal ging es heute nach Shibuya. Wir haben die Rush-Hour verpasst, von daher war diese berühmte Kreuzung nicht so belaufen wie man es aus dem Fernsehen kennt. Paar Fotos und Videos gemacht, rumgetrieben, Onigiri gegessen und das war es eigentlich auch schon.
Es sieht wirklich genauso aus wie im Spiel Persona 5:








Akira!

Statt durch Shibuya zu laufen, entschieden wir uns, zum nächsten Ziel Bahn zu fahren. Unter der Erde erwartete uns u.a. ein plüschiges niedliches Häschen, das uns Anwälte andrehen wollte.

Wir fuhren nach Shinjuku. Von dort wollten wir zum großen Regierungsgebäude latschen. Wir entdeckten schnell ein paar Schilder, denen wir folgten: "Hier lang zum Metropolitan Government Building". Da das eine gute Viertelstunde Weg laut Google Maps war, nahmen wir an, die Schilder weisen uns zum Ausgang, der einigermaßen in die richtige Richtung zeigt. Aber nein! Die Schilder führten uns unter der Erde entlang, durch ein verzweigtes Tunnelsystem mit Fließbändern wie am Flughafen, womit wir uns dann innerhalb kürzester Zeit direkt unter dem Hochhaus wiederfanden. Wir kamen hervor, drehten uns um, und da war es auch schon! Wahnsinnig effizient! 5 Sterne! Wow!
Drinnen gab es eine kurze Schlange zu einem Fahrstuhl. Ein bisschen ist Tokyo ja wie ein Freizeitpark, wenn man Tourist ist: An jeder einigermaßen lohnenswerten Attraktion muss man anstehen. Is aber ok, es dauert nie lang und die Japaner stehen ordentlich und lieb in Reih und Glied, so dass sich auch die klischeehaftesten Touristen dazu bewegt fühlen, auch brav zu sein.
Oben angekommen gab es einen unglaublichen Rundum-Ausblick über Tokyo. Den Mt. Fuji konnte man auch ein bisschen sehen, aber er hatte den Kopf in den Wolken. Auf den Fotos erkennt man jedenfalls nix davon.


 Theoretischer Fuji:



Wer findet den Tokyo Tower? Einst das höhste Gebäude hier, geht es mittlerweile komplett unter. Tipp: Es ist nicht das Gebäude in der Mitte.
Wieder unten angekommen wählten wir diesmal die überirdische Route, zwischen den Hochhäusern, zurück zum Bahnhof Shinjuku.

 Ein kleiner Tempel inmitten des Großstadtjungles:

Auf der anderen Seite des Bahnhofs wurde es dann sehr schnell sehr bunt:


Wir fanden King-Kong:
Und natürlich Godzilla (hier auf dem IMAX):
Und hier auf einem Hoteldach. Zu jeder vollen Stunde wurde der eine Minute lang aktiv mit Musik, Gebrüll und Lightshow:
Zu dem Kopf konnte man auch hoch gehen, aber näher als bis an eine Glasscheibe ran kamen wir nicht, dafür hätte man in einem teuren, piekfeinen Café was kaufen müssen. Tony war sehr traurig.

Wir gingen auch in die VR-Zone, eine riesige Virtual Reality Arcade, und spielten dort Mario Kart. Mit allem drum und dran: VR-Brille, Kopfhörer, wackelndes Kart mit Steuer, Gas und Bremse, Handgelenkssensoren für das Fangen und Werfen von Gegenständen, sogar ein wenig Wind wurde uns ins Gesicht gepustet beim fahren! Gab wurde (natürlich) Erster :D Für Fotos standen noch ein paar Karts an anderer Stelle. Da wir gleichzeitig gefahren sind, konnten wir entsprechend keine Fotos live in action machen.





Da das ein recht teurer Spaß war, reichte das Geld nicht mehr für das Samurai-Museum. Das wurde dann vertagt.
Danach begann eine kleine Odysee auf der Suche nach nem guten Restaurant.


Leider wird man in Shinjuku als westlich aussehender Mensch gerne ziemlich ausgenommen. Um ein Haar wären wir krass schlimm abgezogen worden (haben das Restaurant rechtzeitig verlassen), nur um dann beim nächsten Restaurant nur noch schlimm abgezogen zu werden. Das Restaurant nahm sogar Eintritt, was dann später erst auf der Rechnung stand. Stellt sich heraus, in Tokyo ist das Abends sogar recht üblich, man wird nicht immer darauf hingewiesen und zuvor ist uns das schlichtweg nicht aufgefallen. Naja. Als Trost gab es danach einen fetten gefüllten Pfannkuchen von nem Straßenstand.

Mega teure Snacks (die "Pizza" ist übrigens mit Fischrogen statt Tomatensauße gemacht; der Tofu schwimmt ebenfalls in Fischrogen und Tony wählte ein Yakisoba wieder mit diesen wackelnden Bonitoflocken):
 Von außen war das mehrstöckige Restaurant einladend:

Danach gab es eine weitere kleine Odyssee auf der Suche nach dem 8Bit-Café zum Ausklang. Nachdem wir eine gefühlte halbe Stunde mit viel Not und immer verwirrt auf das GPS starrend um einen Block herum gelaufen sind, fanden wir schließlich eine kleine Nische, mit einer kleinen Treppe, an der unauffällig auf einem kleinen Schild das Café ausgewiesen war. Man musste diese kleine Treppe bis in den 5ten Stock laufen, nur um oben ein Schild zu finden, das einen davor warnt, dass hier ebenfalls Eintritt genommen wird (die Japaner machen das, statt Trinkgeld zu verlangen, von daher ist es eigentlich ok). 500 Yen. Nach kurzem Hadern entschieden wir uns doch dafür. Und es war gut. Wir werden wiederkommen, wenn wir mehr Geld zum Trinken übrig haben, denn so reichte es nur für eins pro Nase und ne Runde Arcade-Tisch-Spielen.

Denk nach, denk nach...
Das Café ist ein regelrechtes Museum und das Personal extrem freundlich und hilfsbereit, mit passablem Englisch...
... der White Russian extrem lecker...
 ... und ein bisschen Spiel, Spaß und Spannung war dabei.


Und aufm Heimweg noch ein billiges Bier beim 7eleven geholt, während Tony mit der Kamera gespielt hat.


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