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I(r)land Kapitel 5: Dublin - Die letzten Tage, der letzte Post.

Achtung! Dies ist der dritte Post in Folge heute Nacht! Scrolle runter, damit du siehst was vorher alles los war! Ich habe es alles gesplittet weil es einfach so viel ist, und sowas ist immer anstrengend, sowohl zum schreiben als auch zum lesen. Und HA!! Gerade eben ist mir Firefox abgestürzt. Wie guuuuut dass das andere Zeug schon gepostet ist!
Das wird also dann mein letzter Post sein, bevor ich nach Deutschland fliege. Wenn ich im Januar wieder zurück nach Irland fahre wird der Blog natürlich fortgesetzt. :)

In Dublin verbrachte ich meine letzten Tage....



Sonderlich ereignisreich war meine Zeit in Dublin nicht. Ich hatte mich umgesehen, ob ich irgendwie vermeiden kann, die letzten Tage hier zu verbringen aber in nem Umkreis von über 70km um Dublin herum hat kein Hostel mehr offen. Die wenigen Touristen, die noch ins Land kommen, werden von Dublin anscheinend aus der ganzen Umgebung weggesaugt. Meinen spannensten Tag hier hatte ich, als Egle, Anna und Thure noch ein paar Stunden da waren. Wir machten uns kurzfristig auf den Weg zu meinem geliebten Glendalough, um auch ein bisschen Wald bei Tag zu sehen.

Irgendwie machte mir das ein seltsames Gefühl, wieder in den Bergen um Wicklow herum zu sein. So als wäre meine Zeit dort eine unendliche Ewigkeit her gewesen. Auch der Wald hat sich wegen dem Winter etwas verändert. Aber wir hatten dennoch einen schönen Spaziergang. Rotkelchen haben Egle aus den Händen gefressen und wir haben uns den See und den Wasserfall angesehen und haben trotz Zeitdruck noch ein kleines Picknick im Wald gemacht. Nach oben zu den Klippen geschafft haben wir es allerdings nicht; die anderen mussten zurück und ihren Flug kriegen.

Le zutrauliches Rotkelchen^^

Haben schick Steinchen hüpfen lassen^^

Poulanass Wasserfall im Winter.
Manchmal ist querfeldein nicht die schlauste Idee.... aber sie macht definitiv immer Spaß!!!^^

Und dann war es das auch schon. Ich musste mich von meinen temporären begleitern verabschieden. Für die folgenden Tage wechselte ich mein Zimmer im Hostel, weil ich nich so gerne in einem engen Raum voller Männer meine Zeit fristen wollte. Ich handelte mit der Rezeption aus, mich in ein Frauen-Dormitory zu stecken, für den selben Preis, obwohl es eigentlich wesentlich teurer gewesen wäre. Die meiste Zeit dümpelte ich nur so vor mich hin und zwischendurch machte ich mich auch mal auf nen Spaziergang zum Phoenix Park. Ich hab die schieren Dimensionen Dublins schon längst vergessen und wanderte eine gute Stunde auf einer Strecke, die auf Google Maps wie "um die Ecke" aussah. Aber es war schon ok. Chillio.

War schon lustig: Nen Zentimeter unter der Wasseroberfläche lag tatsächlich eine dünne Eisschicht auf der diese Möwen standen. War verdammt witzig mit anzusehen, wie die Möwen fein säuberlich im Wasser landen wollten und stattdessen auf dem Arsch landeten^^ Und noch lustiger waren so schwarze hühnerartige Vögel, die eifrig versuchten ganz ganz schnell über das Eis zu laufen und sich dabei ständig fast auf den Schnabel legten^^

Von weitem ganz klein....

.... von Nahem voll groß O.O Aber schön windgeschützte Sitzfläche^^ Das Wellington Monument im Phoenix Park.

Mein letztes Kuriosum in Irland, entdeckt in Temple Bar: Ob da wohl die ganzen Robin's hingehen? o.0 Kojo du musst das mal besuchen! xD
Und nun sitze ich hier, die ganze Nacht im Flughafen weil ich meine letzte Hostelnacht lieber nicht bezahlen wollte. Jeder gesparte Cent ist gut. Und so schlimm ist es nicht... in 2 Stunden kann ich schon einchecken und der tote Punkt mit der Müdigkeit is auch halbwegs überschritten... ne lange Reise hab ich noch vor mir und vor allem Schnee^^ Mal gucken ob das Flugzeug überhaupt wie geplant landen kann :D Oder ob Joe (Danke, Danke, DANKE!!! dass du mich abholst! Ernsthaft!!!) auf dem Blitz-Eis zurecht kommt^^

Juhu!!! HEIM!!! *schlägt die Hacken drei mal aneinander* 
There's no place like home!!! 

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Ir(r)land Kapitel 5: Ring of Kerry - The gloryous voyage! (Part 2)

*gäääähn* moah ok es is gerade 3:45 Uhr in Irland (ne Stunde später bei euch) und ich bin eig zu müde zu schreiben. Fieserweise sitze ich direkt vor einem nach Kaffee riechenden McDonalds, weil hier die einzige funktionierende Steckdose ist.... aber gut, is besser wenn ich jetzt schreibe als wenn ich wieder in Deutschland bin weil da hab ich bestimmt besseres zu tun^^ Freu mich schon! :>

Nun gut. Am nächsten morgen scheiterte - selbstverständlich - wieder unser Plan mit dem frühen Aufstehen. Aber nach dem vielen Guinness haben wir den Schlaf wohl gebraucht^^ Nach dem Frühstück und netter Beschallung aus Thure's mp3 Player machten wir uns endlich auf den Weg, die Stone Forts zu sehen. Auf der kleinen Halbinsel, auf der am Tag zuvor auch die Burg war, befanden sich nämlich zwei davon. Stellte sich heraus dass das alles sehr nah bei einander stand. Das waren eben solche Forts von der Art, wo es den Aberglauben gab, dass dort Feen und sonstige magische Kreaturen leben. In wirklichkeit wurden dort aber von den heidnischen Völkern allerlei Clan-Treffen und Veranstaltungen abgehalten. Zumindest in dem ersten Fort, das wir aufgesucht haben. Das zweite Fort war ein ehemaliger Bauernhof. Ich hab mich dort irgendwie sehr wohl gefühlt :) Und wir hatten auch mal was gutes an der kalten Jahreszeit, normalerweise ist dieses Fort nämlich von Touristen nur so überschwemmt.

Cahergal Stone Fort:

Cahergal.... vermutlich einst ein Gerichtsgebäude oder ähnliches. Riesig und alles aus losen, aufeinander getürmten Steinen gebaut.




Leacanabuaile Stone Fort:

Vermutlich einst ein Bauernhof/Herrenhaus und wesentlich kleiner als Cahergal. Aber süß^^ Das Loch da führt in einen Keller und is einer der wenigen Orte in irischen Stone Forts, an denen konkret Ausgrabungen gemacht wurden. Man entdeckte dort Bronze- und Eisengegenstände.
Ein Schaaf!
Danach waren wir reif für die Insel. Genauer gesagt für Valentia Island, die über eine Brücke mit dem Festland in Portmagee verbunden ist.
Wir fuhren durch Knightstown und untersuchten natürlich wieder einen kleinen ruinigen Friedhof. Dort stießen wir auf einem Grabstein auf den namen Blackburn. Manchmal haben Iren schon echt coole namen^^ Später fanden wir heraus, dass die Blackburns wohl ne sehr wichtige Familie auf Valentia waren. Und weil der Name so dermaßen cool klingt, lässt sich Egle eben kurzfristig in Egle Blackburn umbenennen^^


Auf Valentia wollten wir uns den höhsten Gipfel ansehen, wo man einen 360° Ausblick genießen kann. Aber wir kamen dort, glaube ich, nie an^^ Denn dort, wo der Weg endete und keine weiteren Schilder mehr auf den Geokaun Mountain hinwiesen, eröffnete sich vor unseren Augen überraschend eine Steingrotte von gigantischen Dimensionen!!!

Vollbild lohnt sich, weil sonst seht ihr nicht dass die kleinen Pünktchen da in der Höhle eigentlich Menschen sind! xD
Thure kletterte natürlich prompt auf einer Seite der Höhle hoch, und ich, nachdem ich das innere ausgiebig begutachtet hatte, nahm einen Weg auf der anderen Seite. (Von wo zwischendurch auch obiges Foto von der ganzen Höhle entstand. Die bekam man sonst so schlecht auf ein Bild.)

Innen war es wunderschön, ein paar Statuen zierten eine kleine Höhle in der Spitze der Grotte und von den Felsen lief kaltes, reines Wasser herunter wie von einem freistehenden Wasserfall. In der Mitte der Höhle war für den größten dieser Wasserfälle sogar ein Brunnen gebaut worden.

Der Blick nach oben, aus dem Inneren der Höhle.....

..... und der Blick nach unten, wo das Wasser dann landet.
Und von oben gab es auch noch einen wunderschönen Ausblick auf die kleinen Nebeninseln Valentias sowie auf das Festland und Cahersiveen. Trotz Wolken konnte man halbwegs was sehen.

Hier lohnt sich wieder Vollbild: Auf der einen Landzunge da sieht man einen Leuchtturm! Wir sind da auch hin gefahren aber der war auf nem Privatgrundstück und völlig abgeriegelt.
Besagter Leuchtturm von Nahem....
Die Grotte war anscheinend mal als Steinbruch genutzt worden. Auch als wir dort waren befanden sich da noch Maschinen und der Zugang in die Höhle hinein war leider restlos abgesperrt. Schade, denn wir wollten natürlich alle dort rein^^ Aber der Anblick war es dennoch definitiv wert! By the way, die Blackburns waren wohl eben bei diesem Steinbruch beteiligt.

Da uns langsam das Tageslicht auszugehen drohte und wir eigentlich noch in einen Wald wollten (der erst am Ende der Route nahe Killarney zu finden wäre), ließen wir uns im folgenden etwas weniger Zeit, aber hielten trotzdem immer mal wieder spontan für irgendwelches Zeug an^^ Ein schöner irischer Road Trip ;)


Ein irisches Kuriosum: Eine völlig abgewrackte Ruine mitten im Nirgendwo und daneben ein Schild mit "House for sale" xD Irishman: "Nur noch eine Rate, dann ist es endlich mein!!!" xD
Roaaaaaaaaaad Trip^^ Achtung Linksverkehr! ;) Und eine sehr sehr typische irische Straße... In diese Gegend sogar eine der Hauptstraßen^^



Es stellte sich auf dem Weg heraus, dass wir wohl Mitten in die Zeit des Jahres gestoßen sind, in der die Irischen Schäfer ihre wild lebenden Schaafe zusammentreiben. Mir wurde gesagt, dass die das mit Hunden machen aber ich hätte nie gedacht, dass es so viele sind. Ich habe vorher schon auf dem oben auf dem Berg Hunde bellen und jaulen gehört, aber auf der Fahrt sahen wir dann ein ganzes Rudel über die Wiesen preschen....

 
.... und wir hatten dabei auch ordentlich was zu lachen^^

Der ließ sich Zeit^^
Es gab da auch Klippen irgendwo aber die Anwohner nahmen Eintritt, um da hin zu fahren. Also nö. Stattdessen sind wir an einen Strand gefahren und haben dort ne Runde gechillt :)





*insert sparkle here* *insert sparkle here* *insert sparkle here*
*sparkle off*

Schließlich führte uns unser Weg an wahnsinns Aussichten entlang bis an einen kleinen Strand, an dem voll viele Autos parkten und an dem "Weihnachtsmarkt" geschrieben stand. Das erregte natürlich unser interesse und wir schauten uns das an. Witzigerweise war das aber eher eine Mischung aus Beach-Christmas alá Australien und nem Weihnachts-Basar^^ Hööööhst interessant^^ Aber schon nen seeeehr cooler Strand...


Und wir fuhren weiter und weiter, bis zum Torc Waterfall, wo wir anhielten und noch in den Wald gingen, wie wir es eigentlich vorgehabt hatten. Nur eben im Dunkeln^^ Ich kannte die Gegend glücklicherweise schon vom Tageslicht, als ich meine Wanderung in den Nationalpark gemacht habe. Gruselig war es ja schon ;D Aber auch irgendwie schön.
Danach kamen wir auch schon wieder in Killarney an und es war längst zu spät um irgendwelche Hoffnungen zu haben, vor Mitternacht in Dublin anzukommen. Schließlich muss man dafür komplett quer durch Irland fahren... (Ich muss hier mal meine Hochachtung an Anna aussprechen, die die ganze Zeit über unsere geduldige Fahrerin war). Wir ließen uns von nem Einheimischen nen gutes Fish'n Chips Restaurant empfehlen und wurden nicht enttäuscht (*-*)
Danach ging es weiter. Kurz vor Limerick fingen die Burgen und Ruinen von Adare noch unsere Aufmerksamkeit ein und wir wanderten ne Weile auf einem ruinen-bespickten Golfplatz herum.


Wenn man um diese Burg herum ging, kam man an einen Fluss und wenn man dann nach rechts blickte, sah man wie die Burg von der anderen Seite beleuchtet wurde und sich im Wasser spiegelte. Was für ein geiles Lichtspiel. Meisterlich eingefangen von Thure^^
Außerdem noch der Blick auf einen Friedhof mitten auf dem Golfplatz (allerdings hinter Mauern).

Endlich schlugen wir nach stundenlanger Fahrt in Dublin auf und nach ewiger Sucherei im 24/7 beschäftigten Dublin fanden wir endlich unser Hostel im Temple Bar District. Ein bisschen von der Reise erschlagen legten wir uns recht schnell schlafen, wenn auch in einem vor Man-Power nur so strotzendem, engen kleinen Gruppenraum. Schlaf fanden wir trotzdem irgendwie. Wurde gar nich mal so viel geschnarcht dort.....


Ok es ist jetzt 5:40 Uhr in Irland. Die Schreiberei is echt anstrengend heute und ich geh das ja nochmal durch zum korrigieren..... Das letzte Fitzelchen Dublin schreibe ich wieder in einem seperaten Post. Keine Ahnung ob ich das heute noch mache, aber viel gibt es nicht mehr zu erzählen^^
Egle, Anna, Thure.... ich hoffe es hat euch gefallen^^ Mich hat euer Besuch jedenfalls sehr glücklich gemacht!!! :)

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Ir(r)land Kapitel 5: Ring of Kerry - The gloryous voyage! (Part 1)

Mhihihi.... die schiere größe des kommenden und vorerst letzten Posts in diesem Blog vor Weihnachten hat mich die letzten dage eher abgeschreckt, ihn zu schreiben. Aber nun habe ich alle Fotos und viel Zeit, also gibt es kein Entrinnen mehr!





Ich wurde aufgesucht von drei glorreichen Reisenden auf der smaragdfarbenen Insel. Ihre namen waren Egle, Anna und Thure und sie nahmen große Anstrengungen auf sich, um meinen tief im Lande liegenden Aufenthaltsort zu erreichen. Durch Schnee und Eis kämpften sie sich (indem sie stundenlang auf den Flug warteten, der nicht starten wollte), doch damit nicht genug stand ihnen eine nächtliche Fahrt in dem Land bevor, indem es der Einheimischen uralte Kunst ist, Fremdlinge in die Irre zu führen. Um 2 Uhr im Nachtschatten schließlich erreichten sie mich in eisiger Kälte. Die Schlafstätte war für sie ein fremder Ort, doch mir war er nicht neu: Killarney, eine Stadt im tiefsten County Kerry.

Am nächsten Tag war unser Plan, schon beim ersten Licht der Morgensonne zu unserem großen Abenteuer aufzubrechen, leider nicht von Erfolg gekrönt. Einzig Anna war in der Lage, die verlorene Zeit unversehens zu begrenzen: Sie hatte ihr Zeitmessgerät noch nicht auf die örtlichen Gepflogenheiten gestellt, was bedeutete, dass sie uns eine Stunde früher als geplant aus den Betten jagte. Doch nützen tat es herzlich wenig, denn die Kinder Ostfrieslands sind von Natur aus langsame Gesellen. Erst zur Mittagssonne brachen wir auf, um den Ring of Kerry zu fahren. 170 km reines Panorama.

Schon früh wichen wir jedoch von unserem Wege ab, denn die Gap of Dunloe zu sehen, schien uns interessant. Dieser Ort ist eine Ansammlung von 5 Seen zwischen den Bergen der MacGillicuddy Reeks, die den Höhsten Gipfel Irlands innehalten, jedoch nicht wirklich auf dem Weg lagen. Aber da ich die essentielle Arbeit des Navigators übernahm, gerieten wir natürlich auf diese Abwege. Doch prompt wurden wir aufgehalten, von einem älteren Iren in bäuerlichem Gewand. Als müsse er uns etwas wichtiges sagen hielt er unseren Wagen an. Doch dann, stellte sich heraus, bot er uns an die Gap of Dunloe auf einer Pferdekutsche zu bereisen, statt in dem motorisierten Gefährt, das wir besaßen. Der Vagabund bot uns Geschichten an und da spitzten Egle und ich naturgemäß unser Gehör. Als Anna und Thure dem immer billiger werdenden Angebot skeptisch gegenüberstanden, begannen wir beide zu jaulen und zu jammern, bis wir unseren Willen bekamen. An dieser Stelle muss ich allerdings Egle dafür danken, dass sie meinen Teil der Zeche für mich übernahm.

Wir saßen also auf, in der hübsch weihnachtlich dekorierten Kutsche des alten Mannes, und machten eine wackelige Runde an den 5 Seen entlang, durch eine wunderschöne, faszinierende Landschaft.
Der Alte erzählte uns Geschichten von den Menschen die dort lebten und bis heute leben, von den Eigenheiten der 5 Seen sowie eine etwas reißerische aber wohl mehr oder weniger wahre Geschichte über den Tod des letzten Steinadlers in Irland. Zu einer Zeit, als hin und wieder auch die Frauen beim ernten des Stroh's helfen mussten, in den späten 1930er Jahren, soll eine Frau auf dem Feld ein Kind geboren haben und es, vor der Sonne geschützt, im Heu versteckt haben. Doch der Adler sah das Baby, schnappte es sich und brachte es zu seinem Nest. In Panik verfolgten die Männer dieser Berge den Adler. Als sie an seinem Nest ankamen, sahen sie nur den Adler. Er erhob er majestätisch seine riesigen Flügel, hob dann zu einem Sturzflug ab und stieß einen der Männer in den sicheren Tod. Da sahen sie für sich keine Wahl mehr und erschossen den Adler.... Das Kind jedoch fanden sie unversehrt. Es wurde viele Jahre später der Ranger im Nationalpark von Killarney - doch heute soll er wohl ein notorischer Alkoholiker sein. Die Geschichte, die er immer mal wieder im Pub den Touristen erzählt, bringt ihm wohl sein Lebtag immer wieder das ein oder andere gratis Guinness ein.

Doch abgesehen von den Geschichten war wohl das schönste an der kleinen Runde - mein erstes Mal in einer Pferdekutsche zudem - natürlich die Landschaft. Und die möge ich euch jetzt zeigen:


Einer der Berge hieß Purple Mountain, denn er war bedeckt von Geröll, das von weitem Lila aussah.



Le Gruppenfoddo


Ich, Pony, alter Mann. xD

 Nach der Gap of Dunloe, sowie dem erfolglosen Versuch, einen Stein zu finden, den ich unbedingt sehen wollte (.... xD.... einen sogenannten Ogham Stone, auf dem mit mehrere tausend Jahre alter Keilschrift etwas geschrieben steht), machten wir uns glorreich auf den Weg, den neuen Pfad quer durch die Berge zu verfolgen, statt die empfohlene Route an der Küste entlang zu nehmen. Ob diese Entscheidung weise war, vermag ich nicht zu sagen, aber so ganz alleine mitten im Nirgendwo hatten wir durchaus unseren Spaß.

on the road....
RamBaZamBa!
Thure is auf den Berg hochgelaufen. So schnell wie Spongebob, wenn er als Flash verkleidet ist. So schnell, dass wir es gar nich gesehen haben! Zwei Mal! xD Der olle Brückentroll...
So'n bissl suspekt war uns dann aber doch dieser Fund mitten im Nichts....
Uns führte unser Weg auch zu einem kleinen alten Friedhof, und prompt kam ein weiterer alter Mann unseres Weges, in Lumpen gekleidet - einfach nur um sich zu unterhalten. Der lauert möglicherweise öfter Touristen auf, die sich hier hin verirren.... oder möglicherweise fristet er einfach nur gerne seine Zeit an der Straße. Die Unterhaltung war nett und sehr irisch, aber wollte nicht enden, bis wir uns endlich zum weiteren Reisen losreißen konnten.

Endlich erreichten wir unser Ziel für die Nacht: Das Küstendorf Cahersiveen. Der Ort mit dem einzigen Hostel, das noch nicht ausgebucht war. Und es war traumhaft! Es übertraf alle Hostels, die mir bisher als luxuriös erschienen, bei weitem! Einzig das Bad war nicht für uns allein aber die Betten waren eines Königs wert. Und überall auf den Straßen des pittoresken Örtchens spielte Musik aus Lautsprechern, was durchaus eine angenehme Stimmung zu verbreiten vermochte.

Um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu nutzen machten wir uns noch auf den Weg, eine nahegelegene Ruine auf einer Halbinsel zu besichtigen, den Ballycarbery Castle. Was mir erst - auf der niedlichen kindgerechten Landkarte des Ring of Kerry - ganz nett und modern erschien, stellte sich als eine spektakuläre, mächtige, efeu-bewachsene, bekletterbare Steinruine heraus. Wahnsinn!!! *hust* Wie ihr vernehmt, gehen mit mir durchaus die Pferde durch, wenn ich daran zurückdenke. Wir fanden mehrere Wege, auf der Burg herumzuklettern, wobei uns Thure stets einige Sprünge voraus war. Ich fand es schon erstaunlich, wie schnell er echt ÜBERALL hinaufklettern konnte, egal wohin wir gingen. Hinab kommen stellte sich allerdings des öfteren als ein winziges Problem heraus. Natürlich war das durchaus mit Springen lösbar, aber freilich ein witziger Anblick^^


Wunderschön, aber fotos zu machen wurde innerhalb von wenigen Minuten eine recht sinnlose Angelegenheit. Naja. Sieh mit den Augen, nicht mit der Kamera.


Schlussendlich wurde es allerdings so dunkel, dass wir die anderen Ruinen nicht mehr fanden. Ballycarbery Castle stammte aus dem 14ten Jahrhundert, doch in der Umgebung gab es einige noch wesentlich ältere Bauwerke: Stoneforts. Nach erfolgloser Suche beschlossen wir, sie am nächsten Tag zu besuchen und machten uns auf zurück ins Hostel. Wir aßen coole Kartoffelwaffeln und bald ging es auch auf die Suche nach einem guten Pub ;)

Diesen guten Pub fanden wir auch - ich glaube es war das Keatings Corner House - wo Live Musik stattfinden sollte. Ich hoffte ja darauf, den anderen noch traditionelle Irishe Akustikmusik zeigen zu können, doch was in dieser Bar gespielt wurde, war zwar anders aber durchaus schön und die Stimmung war genau richtig. In diesem Pub waren so viele Einheimische, das wir als Gruppe, sowie ein junges Ehepaar aus den USA, regelrecht aus dem Rahmen fielen. Aber dennoch gerieten wir ins Gespräch mit den Leuten dort, hatten viel Guinness und einen wirklich guten, sehr sehr irischen Abend. Einer unserer gesprächigen Sitznachbarn stellte sich dann auch irgendwann zum singen hin. Ein wertvolles Erlebnis.




Nachdem wir noch ein bisschen in den Straßen rumlungerten und uns mit noch mehr alten Männern unterhalten haben, ging es dann schließlich sehr spät ins Bett, trotz aller Pläne am nächsten Morgen aber wirklich ganz ganz früh aufzustehen. Als wir dann allerdings beim Hostel ankamen, um uns schlafen zu legen, machten wir noch eine weitere, erbauliche Entdeckung: Von allen Lautsprechern in der Stadt, die tagsüber schöne Musik spielten, waren einzig die an der Tankstelle aus irgend einem Grund nicht ausgeschaltet worden. Direkt gegenüber von unserem Hostel. Faszinierend.


An dieser Stelle möchte ich mich ein weiteres Mal bei den Erfindern von Oropax bedanken ;) Ich hab jedenfalls super geschlafen.

Und hier splitte ich den Post^^ Der zweite Teil wird ebenfalls noch heute Nacht geschrieben, keine sorge ;)
To be continued....

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