Hallooooo, wir sind in Japaaaan. Endeeee. Tschüüüüß.
Anreise in aller Kürze: War gut. Air France flog geschmeidig, Essen war nice, Bordunterhaltung reichhaltig und aktuell (an jedem Sitz ein persönlicher Bildschirm mit Schnickschnack, Filmen, Musik, Games...), Gab hat geschlafen (Pendler-Training), Tony nicht. Wir sind von Berlin nach Paris geflogen, dort umgestiegen, dann über Ostfriesland geflogen, Ostsee, Estland und schließlich Sibirien, der größte Teil der Strecke war über Sibirien. Und vom äußersten Zipfel Russlands aus ging es dann auch schon nach Japan. Auf dem Globus ist das eine ziemlich gerade Linie, kein Bogen. Auf dem Bildschirm konnte man auch sehen, wo man gerade drüber flog, wenn man wollte. Hier ein Beweisfoto:
22 Stunden hab ich mit Stopuhr gemessen, vom Aufbruch per Flixbus in Leipzig bis zur Landung in Tokyo. Tony hat trotz Höhenangst permanent aus dem Fenster geguckt, ich beim Landeanflug schließlich auch. Und das erste, was wir in Tokyo taten, sogar noch bevor wir unser Gepäck abgeholt haben? Natürlich die Cyber-Klos ausprobieren! Jede Funktion musste einmal erforscht werden :D Dazu Tony: "#BeheizteToilettensitze #NieMehrOhne!"
Danach ging es weiter mit der S-Bahn in die City. Einen Teil der Strecke fuhr diese ungefähr auf Höhe der Häuserdächer. Das sah ein bisschen so aus, als würde man durch ein ungleichmäßig gewelltes Häusermeer schwimmen.
Nach Ankunft im sehr gemütlichen Anne Hostel Asakusabashi, gingen wir erstmal in den nächstbesten 7-Eleven, um dort unseren Gutschein für 2 Wrestling-Tickets einzulösen. Danach ging es schnurstracks in ein Ramen-Schnellrestaurant.
Die Japaner haben eine Vorliebe dafür, realistisch aussehendes Plastik-Essen in Schaufenster zu stellen. Für die unwissenden Ausländer überaus nützlich.
Anschließend ging es nochmal in einen 7-Eleven und dort haben wir uns mit "noch" relativ normalen Süßigkeiten und Onigiri eingedeckt. Wir spazierten ein bisschen durch die Gegend und setzten uns schließlich zum naschen an die Fluss-Promenade des Sumida River. In Japan isst man nämlich nicht im Laufen, man muss anhalten oder sich setzen, sonst wird man blöd angeguckt. Haben dabei zufällig auch den Skytree gefunden, zumindest von Weitem.
Und um 19 Uhr Ortszeit ging es auch schon ins Bette!
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Der nächste Tag war für uns bereits voll durchgeplant. Wir gingen in das Ryogoku-Viertel auf der anderen Seite des Flusses. Das ist ein berühmtes Sumo-Viertel, in welchem 3 Mal im Jahr Sumo Turniere stattfinden und wo viele Sumo-Ringer leben und trainieren. Begegnet sind wir zwar nur Statuen, aber einen interessanten Charme hatte es trotzdem.
Gleich im Eingangsbereich sahen wir ein Schild von wegen: Free Guides, Englisch, Deutsch. Da dachte ich erstmal, ok, das werden wohl so Kopfhörer mit Sprachausgabe sein oder Flyer. Aber weit gefehlt! Wir wurden von einer kleinen Dame in Empfang genommen, die sich herzlich entschuldigte, dass der deutsche Guide schon unterwegs war, aber ob wir einen englischen Guide auch wollen würden? Wir bejahten dies und sollten es nicht bereuen. Die kleine Dame gab uns zweien eine ganz persönliche Führung durch die gesamte Dauerausstellung. Sie gab uns so manche Tipps für die nächsten Tage, wir hatten viel Spaß mit ihr und sie anscheinend auch mit uns, es gab jedenfalls einiges zu Lachen. Tony kämpfte derweil mit der Spiegelreflex-Kamera. Denn: Er hat zwar zuhause das Handbuch studiert, aber eigentlich nur die Stellen mit Schnickschnack-Zauberfotografie, und konnte dann keine schlichten normalen Fotos ohne Blitz machen xD Der Dödel... Blitz war nämlich im Museum verboten. Im Endeffekt sind die meisten Bilder verwackelt. Aber ein paar sind ganz nice.
Nach einem Softeis und einem kurzen Abstecher zurück ins Hostel ging dann unser Main Event los, das, wofür wir gestern unsere Tickets geholt haben: Die "King of Pro Wrestling" Großveranstaltung von "New Japan Pro Wrestling"! Es wurde Live im Fernsehen übertragen und fand in der altehrwürdigen Sumo-Turnierhalle Ryogoku Kokugikan statt. Dort saß man, in den unteren Reihen, auf Matten auf dem Boden, in so "Boxen", die für 4 Personen ausgerichtet sind. Erst waren wir dort alleine, später gesellte sich ein gediegener älterer Herr und ein höhst enthusiastischer und fröhlicher Teenager dazu, mit dem wir uns auch via Google Übersetzer ein bisschen unterhalten konnten.
Wir rüsteten uns aus mit Bier und mysteriösen Snacks: Popcorn mit Salat-Butter-Geschmack(?), "angebliche" Erbsenschoten (so bissl wie Flips, nur länger, dichter und wahrscheinlich aus Erbsen gemacht, erstaunlich lecker), Fleischspieße aus einer Mystery-Box für Tony und riesiges Waffel-Eis für Gab. Der Rest des Erlebnisses war ein Mix aus eingeschlafenen Beinen und einer fesselnden Show.
Beim Rausgehen trödelten wir ein bisschen und stellten dann bald fest: Alle Restaurants um die Arena herum waren rappelvoll oder kurz vorm Schließen und nahmen keine Kunden mehr an. Da wir uns aber eh schon vollgenascht hatten, beschlossen wir kurzfristig, einfach nochmal in den 7-Eleven zu gehen, uns wieder mit Onigiri und Mochi einzudecken und den Abend gemütlich im Hostel ausklingen zu lassen.
Morgen geht's dann nach Akihabara Electric-Town Nerd-Nirvana! Sayonara allerseits!





















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