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Japan Tagebuch - Tokyo #3

Donnerstag: Asakusa und Ueno - Etwas Kultur muss auch mal sein


Heute haben wir ordentlich ausgeschlafen (aka, viel zu spät aufgestanden), daher haben wir uns doch gegen Shibuya/Shinjuku entschieden und haben uns stattdessen was "Kleineres" vorgenommen. Also ging es erstmal nach Norden, richtung Asakusa. Zunächst ein kleiner Abstecher zum Bandai-Gebäude, mit vielen schönen Figuren vor der Tür. 
 Und gleich nebenan gab es Lunch im anscheinend ältesten Restaurant in Asakusa, dem Komataka Dozeu, das es schon seit der Edo-Zeit gibt (AD 1801). Leider haben wir verpasst, ein Foto von Außen zu machen. Daher via Google:
Tony hat mich bloß daneben mal geknipst.
Aber drinnen haben wir immerhin dran gedacht:

Nächster Halt war dann der berühmte Sensoji Tempel, dem ältesten Tempel in Tokyo. Genau weiß man es nicht, aber laut einer Legende heißt es, dass es schon seit AD 628 dort einen Götzen oder Schrein gab, den man verehrt hat. Das wuchs, wurde zerstört, neu errichtet, wieder zerstört usw. bis 1958 die aktuelle Version des Tempels nach der letzten Zerstörung im zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Achtung: Touristenfalle.
Natürlich haben wir dort auch ein paar Rituale vollzogen. Allerdings teilweise ohne zu wissen, was sie im einzelnen bedeuten. Zumeist soll es entweder Glück bringen oder Geister besänftigen.

Räucherstäbchen kaufen und anbrennen:
In ein großes Behältnis auf der Mitte des Platzes stecken...
 Rauch einatmen und natürlich verbeugen unso. Verbeugen kann man sich hier nie genug.
Und hier, 5Yen Münze einwerfen und verbeugen und ggf. zwei Mal klatschen, um den Geist, der im Tempel oder Schrein wohnt, zu besänftigen. So Boxen gibt es an so gut wie jedem Schrein, entsprechend haben wir das die Tage auch öfters gemacht.
Andere Tempelchen gab es auch drumherum, sowie Statuen. Hier eine, die einer Sozialarbeiterin aus der Meiji-Zeit gewidmet ist:
Nebenan ging es in eine überdachte, ewig alte Marktstraße. 

Dort stand allerlei Kram drumherum mit Schildern, die es ausdrücklich erlaubten, sich damit zu fotografieren, wie hier diese zwei Melon-Pan Brötchen aus Plastik:
Kombiniert vom leckeren Geruch aus der daneben stehenden Bäckerei war das sehr effektiv. Ich musste mir natürlich sofort ein Melon-Pan leisten. Aber eigentlich schmeckt das für einen deutschen Gaumen, der einigermaßen vielfältiges Gebäck gewohnt ist, nicht allzu erstaunlich. Ist einfach ein fluffiges, süßes Hefeteigbrötchen mit Zuckerkruste.
Danach streiften wir ziellos ein bisschen durch die Nebenstraßen von Asakusa.


Wir kamen an einem klapprigen, vergilbten alten Jahrmarkt vorbei, der ein bisschen aussah wie aus einem Horrorfilm oder aus 60er Jahre Fotos. Später stellten wir fest, dass es wohl der älteste Jahrmarkt in Japan (?) war. Außerdem trafen wir auf einen Don Quixote Store und mussten natürlich rein, uns mit Klimperkram und Zeug eindecken.
Im Laufe des Tages trudelten wir so nach und nach Richtung Ueno. 

Wir gingen in den großen Ueno-Park. Dort gab es mehrere Museen und einen Zoo, aber dafür waren wir schon zu müde. Bei Sonnenuntergang entdeckten wir noch so rote Tore.
 Wir gingen hindurch und fanden uns bei einem wunderschönen Shinto Schrein-Komplex wieder.
 Wir folgten dem Weg weiter und kamen dann bei einem buddhistischen Glücks-Tempel an, inmitten eines großen Teiches.


Um die Ecke gab es einen kleinen überdachten Sitzbereich, wo wir uns hinchillten, ein paar Fotos machten und Bier genossen. Später entdeckten wir auch mehrere Katzen am Tempel.



Im Anschluss suchten wir ein Tempura-Restaurant auf, das gute Bewertungen hatte. Stellte sich heraus, dass es wiiiinzig klein (2 Tische und ne Theke) war und in einer Hinter-Gasse versteckt - und es war der perfekte, geschmacklich umwerfende Abschluss des Tages.



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