Sohoooooo.... so verdammt viel zu schreiben, so wenig zeit. Ich werde versuchen mich kurz zu fassen und mehr anhand von fotos zu gehen, allerdings gibt es zu manchen dingen keine fotos, da werd ich das versuchen zusammenzufassen.
Der letzte Post zu Kilgarvan dreht sich um die ganzen Sonder-Abenteuer, die ich bei Jacky hatte.
1. Ich bin viel herumgekommen. Jacky hat überall im Süden von Kerry Freunde, die sie hin und wieder mal besucht. So nahm sie mich zb mal auf die Beara Peninsula mit, und damit habe ich alle drei Halbinseln von County Kerry bereist^^ Leider hab ich aber keine Fotokamera dabei gehabt.
2. Dinnerparties! Mit Jackys Freundinnen und viel, viel Wein ;)
3. Sie hat mich auch zur "Molls Gap" mitgenommen, einer sehr beeindruckenden Landschaft auf dem Ring of Kerry (an Egle und die anderen: Wir waren zwar dort, aber da war es schon dunkel, daher haben wir nichts von der schönheit dieser Landschaft gesehen sondern lediglich, dass es weit runter ging.) Ein Freund von ihr hat dort eine auf Touristen ausgerichtete Schafs-Farm. Im Prinzip gehören ihm dort mehrere Berge, auf dem seine Schafe weiden, und in der Saison kommen Touristengruppen vorbei und er zeigt ihnen eine Show mit seinen Schäferhunden (Border Collies, die die Schafe zusammenteiben) und schert ein paar Schafe unso. Das ist heutzutage in Irland im Prinzip die einzige Art und Weise, wie man noch lukrativ Schafe halten kann, da sie im Winter, wenn sie nich immer draußen sein können, wesentlich mehr Futter kosten, als ihre Wolle wieder einbringt. Er hatte dort einen jungen Amerikaner bei sich arbeiten, der sich bereit erklärt hat, mich auf nem Quad durch die Weiden zu führen und mir die Gegend zu zeigen. Es war trotz des miesen Wetters wirklich atemberaubend und die Fahrt mit dem Quad über Stock und Stein (und v.a. Matsch und Steilhänge!) war verdammt abenteuerlich xD
| Die Einfahrt zur Farm. |
| Le Andy aus Californien und das Quad in der Pampa. |
Außerdem habe ich dort ein Geburstagsgeschenk für meine Mom gekauft...
... ein kuchenförmiges und nach Kuchen riechendes Stück seife. Nur dass meine Mom bei Erhalt leider nicht erst meine Postkarte mit entsprechender Warnung gelesen hat.....
5. Hin und wieder haben wir längere Spaziergänge mit den Hunden gemacht. Zum Beispiel sind wir mit den ganzen kleinen Hunden mal in einen Wald namens Rossacroo na Loo, dem "Millenium Wald". So benannt, weil erst zum Millenium dort Fußwege gebaut wurden und außerdem noch ein Feld extra mit Bäumen bepflanzt wurde. Da dieser Wald immer sehr unberührt war und auch heute kaum jemand von seiner Existenz weiß (an einem schönen Sonntag dort niemandem begegnet!), sieht er immernoch sehr verwunschen und magisch aus.
6. Einen anderen schönen Spaziergang hatte ich allein mit Sally. Um Kilgarvan herum gibt es einen kleinen Ring, den man in einigen Stunden ablaufen kann, der durch die umgebenden Berge und Wälder führt.
| Lämmchen^^ |
Laut Jacky hatte Sally in ihrem ganzen Leben noch nie einen so langen und intensiven Spaziergang. Das zeigte sich auch in den darauf folgenden Wochen. Sally ist voll und ganz mein Hund geworden... und hätte ich nur einen Garten, hätte ich sie nach Hause mitgenommen.
7. Der Pub :D Es ist wirklich was anderes, mehrfach in den selben kleinen Dorfpub zu gehen und zunehmend zu einem Teil dieser kleinen Welt, dieser festgeschweißten Gruppe zu werden. Jeder Bewohner Kilgarvans ist ein Farmer oder hat zumindes irgendwelche Tiere, zB. Hühner - und sie sind absolut faszinierend verrückt wenn sie feiern. Völlig von Sinnen. Ich meine ernsthaft. Absolut von Sinnen. Die Geschichten sind zu mannigfaltig um sie hier zu erzählen, aber sie machen sich gut als Geschichten, die ich bei Partys zum besten geben kann^^ Sie beinhalten nächtliche Ein- und Ausbruchsversuche, irische Kleinkriminalität, die Entsorgung von Kadavern in einem Fluss, des Nachts von Hilfeschreien aufgeweckt zu werden und nie enden wollenden 42 h Parties...... nun ich sag mal so: Es war unvergesslich.
Diese Leute sind übrigens auch, während ich dort war, in ganz Irland in den Nachrichten gewesen. Warum? Weil ihre dörflichen Politiker (die ich kennen gelernt habe, einer davon ist Pubbesitzer, der andere dessen Bruder) einen Antrag im Parlament gestellt haben, Trunkenheit am Steuer zu legalisieren um die Suizidrate auf dem Lande zu senken. Sie haben ungebrochene Unterstützung genossen, in Kilgarvan. Solche Leute sind das xD
Einer meiner Abende beinhaltete übrigens auch wieder eine Trad Music Session, allerdings war dieser Abend ein ziemlich ruhiger, chilliger^^
Wahnsinn, das Gefühl. Nachdem ich die Basics in der Arena gelernt habe, sind wir anschließend einfach mal hinauf in die Berge geritten. Steil bergauf und steil bergab, durch Bäche und Matschlöcher, durch Felder und kleine Wälder. Jacky nutzte die Gelegenheit, den Zaun um das große Pferdegelände abzuchecken. Dabei sind die Felder mehrfach wie ein Flickenteppich verteilt und von Toren getrennt, so dass ich nicht komplett alle gesehen habe, denn einige Felder mussten eh noch ruhen. Und dennoch waren wir 2 Stunden unterwegs o_o Als wir wieder unten waren, ließ Jacky es darauf ankommen und gab mir ein bisschen Unterricht im Traben. Das is gar nich so einfach wie es aussieht, wenn man es noch nie gemacht hat... Ich war dennoch nicht allzu schlecht und eine Woche später durfte ich nochmal auf Beanie und einfach alleine einige Runden durch die Arena Traben (bzw. es versuchen...). Erst beim zweiten Mal hat Jacky dann Fotos von mir gemacht^^ Für mich hat sich die Erinnerung aber auch so ins Gedächtnis gebrannt. Wunderschön *-*
Soweit über Kilgarvan, das wars. Der nächste Eintrag, wenn er denn kommt, wird den Versuch unternehmen, einen Monat Schottland zusammenzufassen xD Mal sehen obs klappt....
Cheerio! Gab







0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen