Sooooo wieder Zeit für einen kleinen Blogeintrag. Wie ihr wisst, war ich wieder für ein paar Tage in Galway. Ich fühl mich ein bisschen in der Zeit zurückversetzt und möchte diesen kleinen Abschnitt meiner Reise nur ungern mit meinen Erfahrungen in Athenry in Verbindung bringen, deswegen ist dieser Eintrag wieder unter Kapitel 2 verzeichnet.... mir ist einfach danach^^ Leider lässt Francis mich nicht in Ruhe und nervt mich weiterhin mit e-mails, vor allem seit er erfahren hat, dass ich Leonie getroffen habe. Der macht's einem wirklich schwer, sich wieder auf die positive Seite des Reisens zu schlagen.... -.-
Wie auch immer, ich bin gerade in einem Hostel in Ennis. Die machen bald dicht wegen der Off-Season, also habe ich Glück, dass ich noch ein Zimmer gekriegt hab. Hab es auch ganz für mich allein, mit eigenem Badezimmer, sogar mit Blick auf den Fergus River, einem Balkon und Frühstück inklusive... für nur 9 Euro pro Nacht^^ Hammer cool. Ich werde erst so gegen Freitag oder Samstag über Ennis schreiben und es dann als Kapitel 4 bezeichnen. Warum? Weil ich schwer bezweifle für meine letzten 2 Wochen hier noch einen Host zu finden. Ich mach also das beste draus und mache eine Hitchhike-Städtetour durch den Süden Irlands bis Egle hier ankommt. Ich weiß noch nicht wo ich als nächstes hin fahren werde, aber insgesamt bezeichne ich diese Städtetour einfach mal als Kapitel 4 ^^
Der Blog hilft mir mit den Kapiteln so mehr oder minder meine Erfahrungen zu sortieren und zu verarbeiten, da isses ganz gut wenn das ganze etwas System hat (System ist sowieso etwas, was man in Irland einfach nicht findet^^) - Für mich haben die Kapitel immer gewisse Themen, die sie für mich symbolisieren:
Kapitel 1: Friede, Freude, Einfachheit in Wicklow
Kapitel 2: Zielloses Reisen an der Westküste Irlands; Verloren sein und das beste aus
Ungewissheit machen
Kapitel 3: Un-epic Fail in Athenry
Kapitel 4: Hitchhike-Städtetour
Kapitel 5: Roadtrip mit Egle und Anna
Nun denn, was habe ich die Tage so in Galway getrieben? Naja, abgesehen davon, dass ich Leonie begegnet bin, traf ich auch Sarah und Leslie wieder - sie hatten immernoch keinen neuen Host gefunden. Wir taten uns alle zusammen und das Hostel war so freundlich uns ein privates 4er-Zimmer zu geben. Schon cool.
Die erste Nacht haben wir im wesentlichen nur mit gammeln verbracht xP Ich hab weiter Breaking Bad geguckt und ganz fürchterlich und angespannt geschlafen.... wirklich, richtig, schlimm-fürchterlich. Folglich hatte ich am Montag also auch richtig miese Laune und ich habe beschlossen, dass ich von Galway einfach genug gesehen habe. Ich wollte mir was gutes tun, und das beste was ich (neben leckeren Nudeln und nem Kakao) für mich tun kann, ist, wieder deutlich mehr umher zu kommen. Und Natur zu sehen, unbedingt.
An sich war in Galway wunderbares Wetter, bis auf eine einzige, dunkelgraue Wolke die wirklich die GANZE Zeit über meinem Kopf schwebte und auf mich herabregnete... ich fühlte mich echt verarscht von dem Wetter xP Ich wollte ins Museum gehen aber das war geschlossen. Na klar. Auf dem Weg dahin bin ich auch Cat, meiner alten Couchsurf-Gastgeberin begegnet, als sie auf der Straße Ukulele spielte. Wir machten aus, uns Abends wieder zu treffen und in einen Pub zu gehen. Ich wanderte also einige Stunden ziellos durch die Stadt, ging irgendwann einkaufen und um 19 Uhr stand ich dann wieder in der Fußgängerzone - eine halbe Stunde lang, ohne dass jemand kam. Stellte sich heraus dass ich auf facebook ne Nachricht gekriegt hab, dass das doch nix wird, diese aber nich rechtzeitig gesehen hab. Stattdessen hörte ich eine halbe Stunde lang einer richtig guten Straßenmusikantin zu, einer jungen Frau mit rasiertem Kopf, die u.a. Knocking on Heavensdoor und Halleluja auf ihrer Gitarre zum besten gab und dazu sang. Irgendwie passte das, und das rumstehen und warten besserte meine Laune sogar um einiges.
Ich ging wieder zurück zum Hostel und verbrachte den Rest des Abends damit, mit den Mädels Karten zu spielen.
Am nächsten Tag ging es mir wieder bei weitem besser. Ich machte mich mit Sarah zusammen auf einen langen Spaziergang an der Promenade von Galway entlang, einer der längsten Promenaden Europas. Und wir latschten sie auch über 3 Stunden. Wir wollten unbedingt Galways Strände sehen weil sie uns als echt schön angpriesen wurden - ich fand die nu nich so eindrucksvoll xD Aber die ganze frische Seeluft war es wert und es war auch schön ein bisschen aus der Innenstadt heraus zu kommen.
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| Bootswracks am Hafen bei Ebbe.... das letzte Mal als ich die gesehen hab standen die unter Wasser |
| Die Flut kommt... |
Danach waren wir noch ein bisschen shoppen....
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| In nem Kleider-Geschäft gesichtet.... fand ich clever^^ |
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| hachja.... die Freuden ulkiger Brillen. (rechts: Sarah, mitte: Leslie, links: ..... ich!!!) |
.... und zum x-ten Mal den kleinen Weihnachtsmarkt in Galway besuchen. Weihnachtsmärkte sind in Irland eher ungewöhnlich, es ist also eher "kontinentale Kultur", die man hier erlebt. Französische Süßigkeiten-Stände, Italienischer Kaffee, Deutsche Glühwein-Buden usw. Ich freu mich auf Weihnachten zuhause :>
Am Abend dann kam ein sehr interessantes Erlebnis. Dienstags ist im Roisin Dubh Pub in Galway immer die sogenannte "Silent Disco". Sie war auch der Grund weshalb ich überhaupt so lange in Galway geblieben bin, ich wollte das mal mit eigenen Augen sehen^^ Was geht da also ab?
In der Silent Disco kriegt man, wenn man rein geht, Funk-Kopfhörer in die Hand gedrückt. Man kann sie an- und aus schalten, die Lautstärke selber regeln und zwischen zwei Kanälen wählen. Vorne stehen zwei verschiedene DJ's und über ihnen sind zwei verschiedene Bildschirme mit Musikvideos. Man kommt in den Raum und alles tanzt und hüpft und geht übelst ab... in aller Stille^^ Und hin und wieder fangen alle gleichzeitig an zu singen oder zu johlen. Man legt die Kopfhörer an und schon ist man mitten drin.
Die zwei Musik-Kanäle spielen unterschiedlichste Musik ab, so dass du immer das hören kannst, worauf du Bock hast. Genre-Technisch geht es völlig quer-beet, zb. läuft auf Kanal A mal "Blur - Song 2" und auf dem Kanal B gleichzeitig irgendwas von Jay Z oder so. Egal worauf man steht, alle gehen zusammen ab, selbst wenn sie nicht das selbe hören. Wenn man quatschen will, kann man die Kopfhörer einfach ablegen und muss sich nicht anbrüllen. Oder wenn man grad keinen Bock auf beide Lieder hat, kann man den Leuten beim Singen zuhören, was auch recht cool ist^^
Was mir am meisten gefallen hat, ist das Gefühl das dieses Konzept irgendwie in mir ausgelöst hat. Es ist ein bisschen so gewesen, als wär ich allein zuhaus mit Kopfhörern auf und ich kann tanzen und singen so doof und so schief und so laut wie ich will, ohne dass es jemanden kratzt. Nur dass man eben ganz viele Leute um sich herum hat, die genau das selbe machen. Es hat mir also wirklich unheimlich viel Spaß gemacht^^
Und eine Sache muss ich zugeben... ich hätte nie geahnt, wie viel wahnsinns Spaß es machen kann, in einem Club gemeinsam gottverdammt Gangam-Style zu tanzen xDDDD Ernsthaft.
Cheeriozadoodle!
Gab












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